Muss der Arbeitgeber Wasser stellen? Rechte, Pflichten und moderne Lösungen
Die Frage, ob der Arbeitgeber Getränke am Arbeitsplatz bereitstellen muss, beschäftigt Personal und Geschäftsführung gleichermaßen. Dieser Artikel liefert alle wichtigen Infos wie gesetzliche Regeln und die praktische Umsetzung.
Teilen auf
Auf einen Blick
- In Deutschland besteht keine allgemeine gesetzliche Pflicht für tägliche kostenlose Getränke. Bei über 26 °C sollen Arbeitgeber Wasser anbieten, ab 30 Grad Celsius müssen sie Wasser bereitstellen.
- Auf Baustellen und an Hitzearbeitsplätzen gilt ganzjährig eine Pflicht zur Bereitstellung von Trinkwasser.
- Leitungswasser reicht rechtlich aus, es besteht kein Anspruch auf Mineralwasser, Softdrinks oder Kaffee.
- Getränke am Arbeitsplatz sind ein starkes Benefit mit positiven Effekten auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Employer Branding.
- AQUALEX ermöglicht mit fest installierten Wasserlösungen (gefiltertes, gekühltes, stilles und sprudelndes Wasser) eine nachhaltige Umsetzung.
Rechtlicher Rahmen
Die Vorgabe zur Bereitstellung von Getränken ergibt sich aus mehreren Normen, vor allem der ArbStättV, der ASR A3.5 und DGUV-Informationen. Die Arbeitsstättenverordnung regelt die Wasserbereitstellung im Detail und knüpft sie an die herschende Lufttemperatur:
- Bis 26 °C - Keine Pflicht; Wasser ist freiwillige Leistung
- Ab 26 °C - Arbeitgeber sollen geeignete Getränke zur Verfügung stellen
- Ab 30 °C - Arbeitgeber müssen kostenlos Wasser bereitstellen
- Über 35 °C - Raum ohne Sondermaßnahmen nicht als Arbeitsraum nutzbar
Durch die immer heißer werdenden Temperaturen im Sommer, werden Hitzeschutzmaßnahmen für Arbeitgeber immer bedeutsamer.
Fürsorgepflicht und „betriebliche Übung"
Die Fürsorgepflicht verpflichtet den Arbeitgeber, Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten zu schützen. Bei Hitze gehört die Versorgung mit Getränken dazu.
Bietet ein unternehmen über Jahre kostenfreie Getränke an, kann daraus durch „betriebliche Übung" ein dauerhafter Anspruch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen. Klare Betriebsvereinbarungen schaffen hier Rechtssicherheit. AQUALEX-Systeme helfen, eine feste, planbare Getränkeregelung in solchen Vereinbarungen zu verankern, etwa mit Wasserspendern im Pausenraum oder in der Büroküche.
Praxischeck für Arbeitgeber: So setzen Sie Ihre Getränkeversorgung sinnvoll um
- Ist-Analyse: Raumtemperatur messen, Anzahl der Beschäftigten erfassen, heutige Lösung bewerten.
- Rechtliche Mindestanforderungen prüfen: Gibt es Hitzearbeitsplätze? Werden die 26 °C / 30 °C-Grenzen regelmäßig überschritten?
- Zielbild definieren: Nur gesetzliche Mindestversorgung oder bewusstes Benefit einführen?
- Systemauswahl: Lösungen, z. B. Produkte, Kosten, Wartung, Nachhaltigkeit vergleichen.
- Umsetzung: Schulung, klare Regeln (Mehrwegflaschen), interne Kommunikation als Teil der Gesundheitsstrategie.
AQUALEX unterstützt Sie mit Vor-Ort-Analyse, individueller Planung, Installation, Wartung und digitaler Geräteverwaltung. Vereinbaren Sie einen Termin oder laden Sie den Katalog herunter.
Ihr Nutzen
Vorteile, wenn der Arbeitgeber Getränke zur Verfügung stellt
Kostenlose Getränke gehen weit über die reine Rechtspflicht hinaus. Zugang zu Wasser steigert die Produktivität der Mitarbeiter, stärkt das Wohlergehen und ist ein sichtbarer Faktor für die Arbeitgebermarke.
-
Gesundheit und Leistungsfähigkeit
Gesunde Erwachsene sollten zwischen 2 und 2,5 Liter Wasser täglich trinken, bei Hitze oder körperlicher Arbeit deutlich mehr. Bereits ein Wassermangel von zwei Prozent vermindert die Leistungsfähigkeit spürbar: Müdigkeit, Kopfschmerzen und erhöhtes Unfallrisiko sind die Folge. Eine kontinuierlicheWasserzufuhr reduziert Müdigkeit und Mangelerscheinungen nachweislich.
-
Zufriedenheit, Motivation und Arbeitgebermarke
Kostenlose Getränke sind ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und werden in Mitarbeiterbefragungen regelmäßig positiv erwähnt. Wasser- und Kaffeezonen stärken den Austausch im Team. Ein hochwertiger Design-Wasserhahn wertet das Bild von Büro, Lobby oder Besprechungsräumen auf.
-
Nachhaltigkeit und Kostenaspekte
Ein leitungsgebundenes System mit gefiltertem Wasser ist günstiger als Flaschenwasser. In Kombination mit wiederverwendbaren Glasflaschen vermeiden AQUALEX-Systeme Plastikmüll und liefern unterschiedliche Wassersorten. Hinzukommt: kein Kistentransport, weniger Lagerfläche, keine Flaschenlogistik.